Vision

 

Selbstverständnis und Vision

 

Unser Selbstverständnis:

 

Wir wollen keine neuartige Organisation, Denomination oder Dachverband für Hauskirchen darstellen oder aufbauen. Es ist unser Anliegen, die Bewegung einfacher Gemeinden im deutschsprachigen Raum zu fördern und existierende Initiativen zu unterstützen. Wir wollen auch dazu beitragen, dass die schon bestehenden einfachen Gemeinden Kontakt untereinander bekommen. Außerdem wollen wir einen Raum anbieten, in dem kritische und persönliche Fragen gestellt werden können, die das Christsein, die Gemeinde und insbesondere die einfachen Gemeinden betreffen. Wir sehen die einfache Gemeinde als eine von mehreren Gemeindeformen in unserer Zeit. Wie bereits von anderen erwähnt, denken wir auch, dass die Gemeindelandschaft einem Mischwald gleicht, in dem Büsche und kleine Bäume neben großen Bäumen zusammen wachsen. Trotzdem glauben wir, dass den einfachen Gemeinden in unserer Zeit eine besondere Bedeutung zukommt, da sie Gemeinschaft an der Basis leben und so Gemeinde in seiner kleinsten und elementarsten Form wiedergibt. In ihr können die Beziehungen nach biblischem Vorbild gelebt werden und der eigentliche Charakter der Gemeinde als Leib Jesu optimal sichtbar werden, wo es nicht nur um Gemeinschaft, sondern auch um die Zurüstung der Heiligen zum Dienst geht. Wir glauben, dass gerade in unserer Zeit der einfachen Gemeinde eine besondere Bedeutung zukommt, da sie „alternative“  (und doch altbekannte) Formen christlicher Gemeinschaft neu belebt. Hauskirchenbewegungen gab es in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder und in den letzten Jahren entstehen auf der ganzen Welt neue. Wir glauben, dass eine echte Bewegung einfacher Gemeidnden eine Gemeindegründungsbewegung ist, die maßgeblich durch den Einsatz der Dienste aus Eph. 4,11 initiiert, zusammengehalten und zugerüstet wird. Zu einer solchen Bewegung gehört das Entstehen von Netzwerken, die den Zusammenhalt und die Ausgewogenheit in der Lehre erhalten. 

 

 

Unsere Vision

 

Eine Gemeinde ohne  Betonung auf Konfession, Denomination oder Kirchenzugehörigkeit. Eine offene Gemeinde, eine Kirche ohne Mauern, zu der jeder gehört, der auch zu Jesus gehört. Eine organische Gemeinde, mit der Betonung auf Menschen und nicht auf Gebäude. Eine Gemeinde der Einheit, die nicht durch verschiedene Lehrmeinungen und Leiter zerteilt wird, sondern in erster Linie auf Jesus Christus geeint ist. Eine übergeordnete Gemeinde, die sich mehr auf die Gemeinsamkeiten und auf die prophetische Weisung des Herrn für Sein Volk ausrichtet anstatt auf Dogmen und Sonderlehren Einzelner. Eine Stadtgemeinde, bestehend aus unterschiedlichen Richtungen und Prägungen, die sich auf den gemeinsamen Auftrag konzentriert und es wagt, die Herausforderungen des Ortes gemeinsam zu meistern.     Eine flexible Gemeinde, die in Häusern, Cafes, Pubs, an öffentlichen Orten und im Freien zusammenkommt. Die nach dem Vorbild der ersten Christen Gemeinschaft lebt, im gegenseitigen Geben und Nehmen geistlicher, seelischer und materieller Güter. Eine missionale Gemeinde, die sich als Mission versteht und auf vielfältige Art und Weise in das kulturelle und soziale Umfeld der Unerreichten geht, anstatt sie in heilige Hallen zu frommen Programmen und Veranstaltungen zu bringen. Eine einfache Gemeinde, die keinen Pastor, keine Kanzel, kein teures Equipment, keinen kirchlich- sakralen Raum, keine Halle im Industriegebiet und keine frommen Liturgien oder excellente Programme braucht, um als Gemeinde zu leben.  

Eine Gemeinde, in deren Mitte Jesus Christus als Herr lebt und die in erster Linie durch den Heiligen Geist bestimmt und geleitet wird.

 

Richard Schutty